E-Jugend: Budenzauber mit Lerneffekt

Zum zweiten Mal bereits trafen am vergangenen Samstag die E-Junioren des TSV in der Reichenbacher Schulsporthalle zum damit fast schon traditionellen Hallenkick auf den SV Langensteinbach. Wie schon im Vorjahr vereinbarten die beiden Übungsleiter vor Beginn des Kräftemessens, dass das Ergebnis ein weiteres Mal im Hintergrund stehen sollte. Vielmehr sollten die jeweils auf zwölf Minuten angesetzten Aufeinandertreffen (insgesamt derer fünf) vor allem einem Training unter Wettkampfbedingungen gleichkommen. Ziel war es die Mechanismen des “besonderen Spiels unter’m Dach” vor der anstehenden Hallenrunde weiter einzuschleifen. Bandeneinsatz, hohe Positionierung der Angreifer beim Spielaufbau, Flachpassspiel waren nur drei der zahlreichen zu erlernenden Schwerpunkte. Um das Verständnis der Akteure für die Wichtigkeit dieser Elemente zu schärfen, gab es zwischen den beiden Coaches konsequenterweise noch eine weitere Absprache: So wurde – wenn auch in der Häufigkeit gedeckelt – das Einfrieren von Spielsituationen explizit erlaubt.

Dass beide Trainer von diesem Recht letztlich insgesamt nur zwei Mal Gebrauch machten, zeigt, dass die Spiele allesamt sehr ansehnlich waren und die Vorgaben weitestgehend umgesetzt wurden. Auf engstem Raum und in höchstem Tempo waren die Youngsters stets bemüht, spielerische Lösungen zu suchen. Der Einsatz war groß, die Laufwege stimmten – so mussten insgesamt nur kleinere Korrekturen vorgenommen werden; dies allerdings nicht selten durch auf das Spielfeld sprintende Trainer.

Die Hausherren agierten in zwei Blöcken, von denen jeweils nach der Hälfte der Spielzeit der erste für den zweiten Platz machte. Dabei waren trotz der beiden abermals herausragenden Niklas und Leonardo insgesamt kaum Leistungsunterschiede auszumachen. Stattdessen zeigte jeder der Blau-Weißen, dass sich der Kader über die vergangenen Monate spielerisch und strategisch vor allem in der Breite entwickelt hat. Vollkommen ausgeglichene Spiele gegen einen bärenstarken Kontrahenten waren die Folge. Beide Teams kamen somit auch in ähnlicher Häufigkeit zu phasenweise schön herausgespielten Treffern, von denen am Ende der eine oder andere aufmerksame Akteur der doch stets wettkampforientierten Hausherren gar einen mehr auf der eigenen Seite verbucht zu wissen glauben wollte.

In der abschließenden Begegnung wurden dann – ebenfalls wie im Vorjahr – auch die Trainer wieder aktiv und versuchten als Ballverteiler noch zusätzliche Impulse zu setzen. Knapper Punktsieg hierbei für den Karlsbader Nachbarn, verschuldete auf TSV-Seite doch hauptsächlich der anfangs noch vollmundige letztlich aber schwer atmende Übungsleiter durch haarsträubende Fehlpässe die drei Gegentreffer bei der knappen 2:3-Niederlage.

Nach Beendigung der abermals äußerst fair geführten Veranstaltung gab es dann neben zahlreicher Handshakes wieder Mohrenköpfe für alle. Vielen Dank in diesem Kontext an den SVL für die nette Spende. Ein Dank gilt den Gästen aber auch für die bereitwillige Teilnahme an einer Videobotschaft für Yasin. Der TSV-Stürmer ist nach einem Schlüsselbeinbruch in den kommenden Monaten leider zwar nicht einsatzfähig, durfte sich aber so zumindest über ein über WhatsApp lautstark überbrachtes “Gute Besserung” freuen.

Eintracht nach Abpfiff – die Spieler des TSV Reichenbach und SV Langensteinbach nach Beendigung ihres lehrreichen Hallenkicks

 

 

 

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